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Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium Neubrandenburg

 

Am Vormittag des 24.09.2019 versammelten sich die Schüler der 7. Klassen in der Aula des Lessinggymnasiums. Gespannt warteten sie auf den Beginn des Puppenspiels rund um Dr. Johann Faust und Teufel Mephistopheles, präsentiert durch das traditionsreiche „Marionettentheater Bille“. Otto Bille stammt aus einer alten Puppenspielerfamilie und führt bereits seit 30 Jahren sein eigenes Wandertheater. Unter anderem tritt er auch mit grimmschen Märchen in Schulen und Theatern auf.

 

Dieses Puppenspiel wurde in insgesamt vier Bühnenbilder geteilt: die Unterwelt, Faust’s Studierzimmer, das Herzogtum Parma und den Marktplatz in Wittenberg.

In der Unterwelt bekommt Mephisto den Auftrag Faust’s Seele für die Hölle zu gewinnen. Im Studierzimmer schloss Faust, begierig immer mehr zu lernen und zu erleben, den Pakt mit dem Teufel für 24 Jahre. Er unterschrieb mit seinem Blut. Im Herzogtum Parma besuchten Faust und Mephisto eine Hochzeit. 12 Jahre später in Wittenberg erkennt Faust, dass er einen Fehler gemacht hat. Mephisto fordert bereits jetzt Faust’s Seele ein, denn der Teufel zählt die Nächte auch als Tage.

Es handelt sich hier um die Urform der Geschichte um Dr. Faust aus dem 16. Jahrhundert, die Goethe in seiner Jugend ebenfalls gesehen hatte und die ihn stark beeindruckte. So sah man auch die Gymnasialschüler oft vor Spannung oder Erschrecken zusammenzucken, wenn die Geister laut jaulten oder Mephisto teuflisch lachte. Aufgelockert wurde das Stück durch die Figur des „Hanswurscht“. Mit seinen Witzen sorgte er für einige Lacher und Bezüge in die heutige Zeit.

Das Marionettenspiel ist als volkstümliches Stück zu betrachten und stellt eine gute Einführung in das Thema „Faust“ dar. In jedem Falle war es eine tolle Abwechslung zum üblichen Unterrichtsgeschehen.

 

Von Alessia Bonath, Klasse 9c